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Hanspeter Küng. Foto von Heidi Brönnimann

Hanspeter Küng, Bildhauer und Coach

Der 1951 geborene Hanspeter Küng wächst in einer Basler Grossfamilie auf, in der die Arbeit mit Metall von einer Generation auf die nächste weitervererbt wird. Wie zuvor schon der Grossonkel und sein Vater wird auch er Maschinemechaniker und arbeitet bis in die zweite Hälfte der 1970er Jahre in unterschiedlichen Firmen in der Region Basel.

1977 zeichnet sich dann eine erste berufliche Veränderung ab: Hanspeter Küng wird Berufserzieher in den Mechanischen Lehrwerkstätten des Basler Jugendheims. Küng, der sich selbst als „begeisterten Handwerker“ und „Macher“ beschreibt, will seine Faszination an andere weitergeben und bildet dort Lehrlinge aus. In dieser Zeit holt er sich auch das theoretische Rüstzeug für seine Arbeit und macht eine sozialpädagogische Ausbildung, die er 1983 abschliesst.

Nach dieser Ausbildung, arbeitet er im Basler Aufnahmeheim mit Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahre welche in Untersuchungshaft sind. Es ist die Auseinandersetzung mit dem Menschen, die Arbeit mit und an ihm, die Hanspeter Küng antreiben. Was ihn fasziniert, ist das ureigene Potential, das jeder Mensch hat und das es freizulegen gilt. Erst wenn die blockierte Energie wieder fliessen kann, ist es dem Menschen möglich, aus dieser ihm innewohnenden Kraftquelle heraus zu schöpfen und eigene, konstruktive Lösungen zu finden.

Die direkte Arbeit und der Austausch mit den Jugendlichen sind eine Herausforderung, die Hanspeter Küng Freude macht. Gleichzeitig übernimmt er immer mehr Aufgaben im Basler Aufnahmeheim: Er ist  Sozialpädagoge, Pratikumsanleiter und stellvertretender Heimleiter. Die Arbeit ist aufreibend, er beschliesst, dass die Zeit reif ist für eine berufliche Neuorientierung: 1989 wechselt Hanspeter Küng als Handarbeits- und Werklehrer ans Freie Gymnasium Basel – eine Aufgabe, die er mit grosser Begeisterung wahrnimmt.

Parallel dazu macht er bereits erste Schritte in Richtung betrieblicher Sozialarbeit und baut bei der Roche in Sisseln eine Beratungsstelle auf. 1997 gelingt ihm der Sprung in die Beratungsstelle der Novartis, welcher er bis zu seiner Pensionierung 2012 als Stellenleiter vorsteht. In dieser Zeit spezialisiert sich er sich auf die Themen Burnout und Burnout-Prophylaxe, Depression und Sucht. Gebiete, auf dem er bis heute als Experte Vorträge hält und Beratungen anbietet.